Intermittierendes Fasten Intervallfasten Nüchtern Training

Du hast von AMPK, von mTOR, von PGC1alpha, Irisin, BDNF, NGF, Interleukine, Myokine, Adipokine, ATP/AMP-Ratio gehört? Schön. Aber was ändert das für dich? Mal ehrlich? Was hat das für eine Praxisrelevanz? Du liest und liest und liest und lernst und lernst und lernst… nimmst Blutwerte? Vergleichst Referenzwerte? Und am Ende? Was musst du denn wirklich tun? Ja genau: Iss was Gescheites und beweg dich vorher oder zumindest regelmäßig, mal niedrig-, mal hochintensiv. Fertig. Da hilft dir weder AMPK, mTOR oder Odin.

Es geht nicht um „low carb“ oder „high carb“, es geht eigentlich auch nicht um Kalorien, nicht um CICO (Calories in – Calories out), es geht um Flexibilität (nicht nur metabolische), es geht um Rhythmus, um Wechsel, um Anpassung. Es geht nicht um Keto, Ketonkörper, Ketose, Glykolyse, Glukose-6-Phosphat oder Randle-Zyklus, nicht um Creatinphosphat oder Rate Limiting Enzymes.

Kalorien rein-raus reicht nicht!

CICO ist ein netter Name für einen Papagei, mehr aber auch nicht!

Du machst Sport, verbrauchst 300kcal dabei und isst 1300kcal. Oder du machst keinen Sport, verbrauchst keine 300kcal zusätzlich und nimmst halt nur 1000kcal auf. „CICO“ ist das gleiche. Aber glaubst du das wirklich? Also, dass es das Gleiche ist? Bist du insulinsensibel oder nicht, hast du eine hohe Lipoproteinlipase-Aktivität oder nicht, hast du hohe Leptinspiegel oder nicht, was macht deine Schilddrüse? Hast du hohe Wachstumshormonspiegel oder nicht, hast du volle Glykogenspeicher oder nicht, hast du hohe Ceramid- und Triglyzeridspiegel in der Muskulatur oder nicht, hast du gut geschlafen oder nicht, hast du ausreichend Selen, Chrom, Vitamin A, Omega 3 oder 6 in der Nahrung oder nicht? Energie verschwindet natürlich nicht – aber es spielt doch eine Rolle, wo diese „Energie“ hingeht? Ja, hört sich toll an „1. Gesetz der Thermodynamik“ – aber es macht schon einen metabolischen Unterscheid zwischen Omega 3 und 6 Fettsäuren, ja schon zwischen EPA / DHA und alpha Linolensäure, zwischen Kollagenhydrolysat und Whey Protein und grade wenn man die Gesamtheit der Nahrung betrachtet: Ja schon ob du würzt (sekundäre Pflanzenstoffe ohne Kalorien) oder nicht. Also, wo geht diese Energie hin? In die Muskulatur? In die Fettzelle? In das Klo? In die Umgebung als Wärme? 1000kcal in Form von Zucker oder 1000kcal in Form von Aminosäuren? Exakt das Gleiche? Baust du Muskulatur ganz ohne Protein auf? Das können wir mal bei einem glutenfreien Heineken besprechen.

Am Ende heißt es: Erst Jagen, dann Essen.

Also, benutz deinen Körper so, wie es vorgesehen war. Du, unser Hypothalamus kennt keinen Kühlschrank! Unser Körper kennt es nicht zu essen, ohne dafür etwas zu tun. Und DAS ist ein entscheidender Faktor.

Du hast schon gehört…

  • Fasten macht insulinressitenter?
  • Ketogene Ernährung macht insulinresistenter?
  • Fettreiche oder auch Kohlenhydratreiche Mahlzeiten sorgen für eine „postprandiale Entzündung“?
  • Hohe Blutzucker- und hohe Blutfettspiegel sind schlecht für dich?
  • Chronisch niedriggradige Entzündungen sind die Hauptschleichmörder heutzutage?
  • Die Muskulatur ist der Start der systemischen Insulinresistenz?
  • Oder die nichtalkoholische Fettleber?
  • Zu viele Kohlenhydrate sind nicht gut für dich?
  • Postprandiale Hyperglykämie oder Lipidämie ist nicht gut für dich und deine Gefäße?
  • Nahrungsaufnahme führt zu einer temporären endothelialen Dysfunktion?
  • Niedrige Stickstoffmonoxidspiegel sind schlecht?
  • Alzheimer korreliert mit hohen Insulin- und niedrigen BDNF- Spiegeln?
  • Viele Krankheiten stehen mit kaputten Mitochondrien in Verbindung?

Wir können das noch weiterführen, aber: der entscheidende Faktor?

  • Muskelaktivität hebt die fasteninduzierte Insulinresistenz auf!
  • Muskelaktivität hebt die „very low carb“-induzierte Insulinresistenz auf!
  • Muskelaktivität vor oder nach dem Essen reduziert die postprandiale Entzündung, die Hyperglykämie, postprandiale Lipidämie und die endotheliale Dysfunktion!
  • Muskelaktivität erhöht die mitochondriale Biogenese und erhöht das so wichtige Signalmolekül Stickstoffmonoxid!
  • Muskelaktivität erhöht nicht nur mTOR, sondern auch AMPK, PGC1alpha, BNDF, Irisin, Interleukin 6, reduziert die Insulinspiegel und erhöht den Wachstumshormonspiegel!
  • Muskelaktivität reduziert die negativen Effekte von Fettansammlungen in der Muskulatur und baut nicht nur die Kohlenhydartspeicher ab, sondern auch Organfett!
  • Muskelaktivität wirkt antientzündlich über die Produktion von verschiedenen Interleukinen, Laktoferrin und Stimulation der Meynert Neurone und somit des Vagus (Entspannung)!

Wir können das noch weiterführen, aber: der entscheidende Faktor?

Alles, was „irgendeine unkeusche Ernährung schlecht macht“, wird von körperlicher Aktivität wieder korrigiert.

„Fasst man alle Studien zum Thema gesunder Ernährung zusammen, dann ist wahrscheinlich Bewegung der entscheidende Punkt!“ Dr. Professor Fritz Muskiet

Ich bin ein Fan vom Fasten. Warum? Du bist produktiv! Du bist frei! Du bist flexibel! Du kannst einmal am Tag so viel essen, wie du Bock hast, ohne, dass du dadurch deine Form oder Gesundheit verlierst! Fasten hat viele positive Effekte, auch unabhängig der Kalorieneinsparung, auf deine gesamte Gesundheit! Aber Fasten verschlechtert einige Dinge, die ich nicht haben möchte: Vor allem nach der ersten Mahlzeit nach dem Fasten kann der Blutdruck steigen, die Blutzucker- und Blutfettspiegel deutlich stärker als „normalerweise“, die Gefäßfunktion verschlechtert sich, oder kann sich zumindest verschlechtern. Auch das könnten wir noch weiterführen, pro und kontra Studien – aber der springende Punkt ist: Unser Hypothalamus kennt keinen Kühlschrank! Die Nahrungsaufnahme war von dem ersten auftreten des Homo Sapiens mit Muskelaktivität und dem Energieverbrauch gekoppelt und sollte bis zu unserem letzten Schritt dazugehören! Allein DIESER MASTERSWITCH namens BEWEGUNG, entscheidet am Ende über Leben oder Krankheit! Und wir brauchen uns keine einzige Untersuchung mehr zum Thema Ernährung anschauen, wenn dieser Ernährung weder Bewegung vorausgeht noch folgt.

Bei allem anderen haben wir viel Diskussionsspielraum!


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