FUNDAMENTALS TRAINING / BEWEGUNG

KOMM EINFACH ZUM TRAINING. TRINK‘ EINEN SHAKE. UND GEH NACH HAUSE …

GEH ZUM TRAINING

Ich les ja gerne mal andere Blogs, so Trainingsbücher, schaue was es neues gibt, auch Studien, wie meine „Mitstreiter und Kollegen“ werben und was die so in den Raum werfen und manchmal denk ich mir: ALTER … KOMM DOCH EINFACH ZUM TRAINING, TRINK DIR EINEN SHAKE UND GEH NACH HAUSE (und halt die Fresse) …

Oder musst du erst einen Gentest machen um zu trainieren und das richtige Trainingsprogramm zu wählen? Ein 50 Semester Studium Biomechanik absolvieren um eine Hantel hochzuheben? Ja komm, ernsthaft?

ICH HASSE STUDIEN …

Studien sind, vor allem was Training angeht, alle schlecht. Die Studienteilnehmer sind nicht du und das Studiendesign ist nicht dein Alltag. Beispielsweise kann ein Maximalkrafttraining zu mehr Muskelwachstum führen, als ein Muskelaufbautraining – nämlich dann, wenn du es NACH einer Muskelaufbauphase schaltest. Das nennt sich dann „Akkommodation“ vermeiden und das ist ein sehr wichtiges Konzept der Trainingsplanung. Es kommt nicht darauf an, welchen Plan du als nächstes trainieren sollst und was welche Studie sagt, sondern „wie sah denn dein bisheriges Training aus“ … Beispielsweise könnte dich ein Hochfrequenztraining weiterbringen, wenn du und all deine Strukturen, daran angepasst sind – oder niederstrecken, wenn du einfach so versuchst jeden Tag mit deinem Trainingsmax (tMax) Atemkniebeugen zu machen. Du bist kein Bulgare auf Steroiden! Sagt eine Untersuchung, dass eine bestimmte Kreuzhebeart vermehrt die Oberschenkelrückseite trainiert – dann sag ich, dass du das nicht verallgemeinern kannst. Je nach Biomechanik kann das bei DIR ganz anders aussehen – Oberschenkellänge,  Sprunggelenksbeweglichkeit, Rumpfvorneige … du verstehst schon, oder?

Lassen wir mal all die Komplexität weg:

  1. Du trainierst das, worin du gut werden willst.
  2. Du trainierst das, was dir Spaß macht.

DER BESTE TRAININGSPLAN!?

Eigentlich gibt es so etwas wie den besten Trainingsplan gar nicht. Der Plan ist wichtig, damit du dein Ziel nicht aus dem Auge verlierst und nicht zu emotional von einem  Ziel / Plan zum anderen Ziel / Plan springst. Denn Menschen sind dumm und machen so etwas. Aber was doch wesentlich fundamentaler ist: KOMM EINFACH ZUM TRAINING, TRINK EINEN SHAKE UND GEH NACH HAUSE.

Das habe ich jetzt so oft gesagt … was heißt das denn überhaupt?

KOMM EINFACH ZUM TRAINING …

Du kennst doch solche Weisen Sprüche wie: egal wie schnell du gehst, du bist immer noch schneller als derjenige, der gar nicht erst losgeht … Und so ist es wahrscheinlich wirklich!

Andreas Pürzel von Intelligent Strength („Das Fuckin‘ Gym“*) sagte in einem Aesir Sports Interview irgendwie sowas wie:

„… Muskelversagen und das regelmäßig.“

Auch wenn ich das nicht vollends unterschreiben würde, hilft es wahrscheinlich zu mehr Kraft und Muskelmasse, als irgendein halbarschiger, perfekt durchgeplanter Plan den du anhand einer Genanalyse und einem Bluttest erstellt hast und welchen du nur halbherzig trainierst. Und dein Abo im Fitti um die Ecke bringt dir auch nichts, wenn du nicht hingehst …

Training ist nicht kompliziert … komm einfach zum Training. Pack 1 Kilo mehr drauf, absolvier eine Wiederholung mehr und hab Spaß. Warum das? Ja weil du es sonst nicht machen würdest. Manchmal denke ich, dass ein Stückchen Masochismus dazu gehört und ich frage mich, warum man sich das immer und immer wieder antut … aber: stärker ist besser, oder? Starker Rücken, starkes Immunsystem, starker Händedruck, starker Wille … und genau DAS ist wichtig: Wille. Also du musst ja etwas wollen, sonst würdest du auch nichts dafür tun. Wenn du willst, dann ist das Muss, also die Handlung, nur Nebensache. Aber das wollen reicht dann auch nicht, denn du kriegst nichts geschenkt, du musst es dann auch tun. Also komm einfach mal zum Training! Heb fette Gewichte hoch, verletz dich dabei nicht, pack etwas Gewicht drauf und mach das immer und immer wieder. Das ist Training. Einfach machen. Nicht labern, nicht philosophieren. Alle Mechanismen dahinter sind ganz toll und interessant – aber der beste Plan ist der, den du trainierst. Nicht der,  auf den du dir einen runter holst. Posttetanic Potentiation, synaptische Faszilitation, auf- oder absteigende Pyramiden, Backoffsets, Rep Drops, RPE´s, Clusters, Rest Pause, Tonnage, Vorermüdung, Faserspezifik … alles ganz toll – nutzt aber nichts, wenn du nicht zum Training kommst. Ein Buch zu lesen baut beispielsweise auch keine Muskeln auf – und ein kleiner zusätzlicher Tipp: Blogbeiträge lesen baut auch keine Muskeln auf!

Und ob du jetzt einen Satz mehr oder weniger machst, meinst du, dass  es eine solche Rolle spielt? Verlier dich nicht in Details. Sofern du kein Hochleistungssportler bist und damit Geld verdienst: KOMM EINFACH ZUM TRAINING (pack mehr Gewichte als sonst auf die Stange, mach mehr Wiederholungen und wiederhole das immer und immer wieder …).

* ich würde das „fuckin‘“ weglassen, und stattdessen Knorke dafür einsetzen, das klingt weniger albern.

TRINK EINEN SHAKE!?

Was das heißt? DU SOLLST AUF DEINE ERNÄHRUNG ACHTEN – oder zumindest etwas mehr Protein zu dir nehmen. Die meisten Menschen nehmen zu wenig Protein zu sich. Da kann Brad Pilon sagen was er möchte – 120g Protein sind nicht genug für einen GESUNDEN UND LEISTUNGSFÄHIGEN KÖRPER. Unser Immunsystem, unser Darm und andere Organe, unsere Muskulatur und mehr benötigen Protein – Daten zum Thema zeigen, dass Protein allerfrühestens ab dem 2,4 fachen deines Körpergewichtes (also Gramm x kg Körpergewicht) zu energetischen Zwecken oxidiert wird.  Zumindest geht von „etwas mehr Protein“ keine schädliche Wirkung aus. Beispielsweise ist Whey / Molkenprotein eines der absolut besten Proteinquellen die du zu dir nehmen kannst und schmeckt auch noch riesig (meistens). Cystein, Laktoferrin, Immunglobuline, immunologisch nahezu neutral, hohe biologische Wertigkeit. Also trink dir einen Shake. Mach es dir zur Gewohnheit EINEN SHAKE ZU TRINKEN!!! DIREKT NACH DEM TRAINING! Die Daten, die zeigen, dass Protein DIREKT NACH DEM TRAINING so Ultra wichtig ist, sind nicht so gut – jedoch ist der Shake NACH dem Training mit circa NULL  negativer Wirkung korreliert und hat POTENZIELLE Vorteile gegenüber „keinen Shake nach dem Training“.

GEH NACH HAUSE!

Denn dort ist es am schönsten. Dort kannst du ruhen, schlafen und wachsen. Ja, der Muskel wächst nicht beim Training, da kannst du noch so hochfrequent trainieren, sondern in der Pause!!! Mal 1,2 Tage NICHTS tun ist toll für deinen Körper. Wirklich. Der mag das. Energiespeicher füllen, Muskeln aufbauen, Hormone regenerieren, Verletzungen abheilen lassen. Dein Testosteronspiegel steigt in der RUHEPHASE, nicht durch das Training. Durch das Training wird temporär der Testosteronabbau nur verringert – nicht dessen Produktion erhöht!!! Also ruh dich aus, viel. Geh schlafen, früh. Alleine. Die ganze Nacht durchbumsen ist keine Regeneration – wirklich, entschuldige.

Mach Training nicht komplizierter als es in Wirklichkeit ist …

TU ES!!!

Geh zum Training, regelmäßig. Achte auf deine Ernährung – immer. Schlaf so viel es geht und achte auf eine gute Schlafhygiene.

#MADGAINZ


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krisTUS

über

Hi ich bin's, also, Krisso isso, oder Chris Eikelmeier. ... ich glaube, dass sich schwere Gewichte nicht von alleine heben. Genauso bin ich der festen Überzeugung, dass sich dein Körper, deine Gesundheit, von jeder Situation wieder erholen kann. Und auch, dass Gesundheit nicht kompliziert sein kann. Wenn du weisst wie? Deshalb schreibe ich diesen Blog. Mehr zu mir.

  1. Genauso sehe ich das auch! Das ist echt das Problem, manche denken wirklich, man müsste alles bis ins letzte Detail planen und kann sich auf jede Studie verlassen und daraus auf alle Personen pauschale Ergebnisse ableiten. Ich sehe das absolut genauso, viele Studien bringen da überhaupt nichts, da diese nicht das gesamte Training beteachten und deswegen keine eindeutige Aussagekraft haben. Genauso ist es nämlich mit irgendwelchen EMG-Messungen… Daraus kann man auch höchstens eineqa Tendenz ableiten…. Aber wirklich daraus zu schließen, welche Übung die beste ist, ist totaler Quatsch und nicht möglich, da man nicht die Gesamtwirkung der Übung betrachtet…

    Und ja, es gibt kein bestes Training… Man muss immer wieder eine Variation einbringen.

    Super Artikel!

    Beste Grüße
    Damiam

  2. Ist echt so. Man darf nicht zu theoretisch an die Sache herangehen.
    Einfach tun!

    Geile Einleitung im Übrigen 😀

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