ARTGERECHT DER MENSCHLICHE KÖRPER

SCHWANGER UND JETZT? ARTGERECHTE ERNÄHRUNG IN DER SCHWANGERSCHAFT!

Ernährung in der Schwangerschaft Kalorien in der Schwangerschaft Multivitamin in der Schwangerschaft Fischöl in der Schwangerschaft

Angefangen hat das damals im Sexualkundeunterricht. Ich erinner mich als wäre es gestern gewesen:

„Der Lehrer war etwas verklemmt, schmiss eine Banane auf den Tisch, eine Packung Kondome und sagte „jetzt macht mal…“, also aß ich die Banane, machte ihn steif, zog das Gummi drüber und forderte die Damen in meiner Klasse zur Praxis auf…“

…naja, so oder so ähnlich wärs ein interessanter Unterricht gewesen. Wir haben damals rein GAR NICHTS gelernt. Weder über irgendwelche Sexualpraktiken wie man mal richtig bumst, noch über Homosexualität und irgendwelche Vorlieben, nichts über die genaue Biologie, also wie genau man Schwanger wird, an welchen Tagen man eher aufpassen muss, wenig über Erkrankungen und deren Verhütung, noch über Ernährung in der Schwangerschaft, Kindererziehung, egal was. Ein Kondom über eine Banane ziehen und diese sich dann, so sind Kinder nun mal, in den Arsch zu schieben und sich dabei schlapp zu lachen oder das Kondom über den Kopf ziehen und mit der Nase auszublasen… – naja liebe Lehrer, ich würde sagen: Thema verfehlt, setzen und dreimal die Sechs Sechs Sechs. Oder so.

Bienchen und Blümchen: Der Menstruationszyklus und das schwanger Werden.

Menstruationszyklus kennst du? Okay, einmal für die ganz Verklemmten, die sich damit noch nie auseinandergesetzt haben. Eine Frau kann nur an 12-24 Stunden, EINMALIG im Monat, schwanger werden. Wusstest du das? Die Eizelle hält nur so lange und stirbt dann ab. Das „Problem“ an der Geschichte ist, dass die Spermien bis zu 5, vielleicht 6, Tage in der Muschmusch und allem was dazugehört, überleben können. #haternichtgesagt

Also wenn die Eizelle abgestorben ist, dann kannst du machen was du willst, NACH dieser Zeit kannst du, du sowieso nicht, also deine Freundin (oder deine „Bumse…“) erstmal nicht mehr schwanger werden. 5 Tage vor dem Eisprung sollte man aber schon vorsichtig sein, mmmmmkay? Von Krankheiten mal abgesehen. Aber da muss ich mal einen Kunden Freund von mir zitieren, wir waren da 14,15 Jahre:

„Wenn du kein Gummi hast, dann bums nur in den Arsch, dann kann sie weder schwanger werden, noch kannst du dir eine Krankheit einfangen…“

Dass das ein Irrglaube ist, weißt du hoffentlich. NATÜRLICH kann man über Analverkehr schwanger werden…


Der Menstruationszyklus:

Die Follikel- und die Lutealphase. Fertig. Nein, warte noch:

Der Zyklus, gehen wir von 28 Tagen aus, der Frau beginnt mit Tag 1. Achsooo, jetzt hab ichs verstanden? Warte noch. Tag 1, das ist der Start der „Abstoßungsphase“, also der Beginn der Blutung – der Start der Follikelphase. Hierbei wird die Gebährmutterschleimhaut abgestoßen, unter anderem bedingt durch ein Östrogen- und Progesterontief. Das Abstoßen dauert in der Regel gute 7 Tage, dann wird die Gebährmutterschleimhaut wieder aufgebaut. Die muss wieder erneuert werden, damit die Möglichkeit geschaffen wird, dass die Eizelle sich hier einnisten kann. Nach und nach steigt der Östrogenspiegel an, bis am 14. Tag, plus / minus, das Ei springt. Ab jetzt bist du für 12-24 Stunden „furchtbar fruchtbar“. Woran du merkst, dass der Eisprung stattgefunden hat? An einem Temperaturanstieg von etwa 0,3-0,5° C, das kannst du messen. Wenn du jeden Tag misst, zur gleichen Zeit, am gleichen Ort und unter gleichen Bedingungen, dann bemerkst du einen deutlichen Temperaturanstieg ein paar Stunden NACH dem Eisprung. Das, zusammen mit der Kontrolle des Zervixschleims, wird als „natürliche Familienplanung“ oder „symptothermale Methode“ verkauft – eine natürliche Verhütungsmethode, ohne den Einsatz von Medikamenten und ähnlichem. Das ist sehr schlau, denn das hat auch keine Nebenwirkungen. Warum die Temperatur eigentlich ansteigt? Weil nach dem Eisprung der Gelbkörper heranreift und vermehrt Progesteron produziert und das dann dazu führt, dass die Körpertemperatur ansteigt – die letzten 14. Tage nach dem Eisprung nennt sich auch die Lutealphase.


Gerüch(t)e und Geschmäcker in der Schwangerschaft?

Du kennst sie oder? „ih das mag ich nicht, das schmeckt mir nicht, wenn ich das schon rieche“, oder? Das sind oft die, die das schon sagen BEVOR die schwanger sind!

Beispielsweise ist es noch nicht wissenschaftlich bewiesen, dass Frauen in der Schwangerschaft wirklich andere Gerüche oder Gerüche intensiver bzw. sensibler wahrnehmen (Cameron EL 2014). Die Bratzen die das immer sagen, sind vielleicht generell schon Bratzen, auch unabhängig der Schwangerschaft. Wo ein Wille ist, da ist auch eine Beschwerde….

Naja, auf alle Fälle verändert sich der Geschmackssinn bei schwangeren Frauen, genauso wie das Hungergefühl und der Appetit: Trotz erhöhtem Leptinspiegel in der Schwangerschaft kommt es in der Regel zu einer Art Hyperphagie, also mehr Hunger, was darauf schließen lässt, dass sich eine Art Leptinresistenz in der Schwangerschaft entwickelt? Weil Leptin ja eigentlich „satt macht“? Vielleicht. Auch Ghrelin ist ein wichtiges „Hungerhormon“ des Körpers und wird nicht nur vom Magendarmtrakt produziert, sondern bei Schwangeren auch von der Plazenta und eventuell kann auch das zu vermehrtem Hunger führen? Vielleicht auch das. Naja und auch Progesteron erhöht die Nahrungsaufnahme beim weiblichen Geschlecht, Östrogen hingegen verringert die Nahrungsaufnahme (Faas MM et al 2010). So egal… Auf jeden Fall hat die schwangere Frau MEHR HUNGER! Und mehr Geschmack? Vielleicht. Auf jeden Fall andere Vorlieben:

Veränderungen des Geschmacks der Mutter in der Schwangerschaft, können unter anderem mit Defiziten unterschiedlicher Nährstoffe in Verbindung stehen (Kuga M et al 2002, Browm JE et al 1986). Der Hunger auf herzhaftes und salziges steigt in der Regel an! Fisch? Fleisch? Mineralstoffe? Fett? Energie? Vielleicht. Süßigkeiten? Nicht.

Aber wie viel mehr Kalorien sollten es denn in der Schwangerschaft sein, gute Frau?

In etwa 10-20%kcal über Normalbedarf, was in der Regel um die 200-300kcal bedeutet. Für 2 Essen? Naja, nicht für 2, sondern für 1,2 vielleicht – der kleine heranwachsende Bubumann ist ja jetzt nicht sooo groß und benötige auch keine 2000kcal. Das haltlose „überfressen“ liegt eher an der unzureichenden Nährstoffaufnahme der Mutter – wenn der Körper nur Pommes Majo kennt, dann wird solange Pommes Majo gegessen, bis der Eisen, Selen, Zink und Proteinspiegel gesättigt wurde – und das könnte in diesem Fall wirklich viel Pommes Majo bedeuten! Aber zumindest ist es herzhaft…

Grob kannst du sagen (24 x kg Körpergewicht) + 300kcal

Wenn du Sport treibst, kommt da entsprechend noch was drauf…

Die werdende Mutter braucht auch gar nicht so viel mehr Protein pro Tag – für die Plazenta werden etwa 100g Protein benötigt, für das „ganze Kind bis zum Ende“ unter 500g Protein. Rein rechnerisch liegen wir bei 3-11g pro Tag Protein, je nach Schwangerschaftphase, mehr für die Mutter. Das hört sich jetzt nicht nach sooo viel an, oder? Es wird auch gar nicht so viel empfohlen: Irgendwas zwischen 1,2 bis 1,5g Protein pro Tag pro kg Körpergewicht der Mutter (Elango R et al 2016). Wenn Mutti dann etwa 65kg wiegt, dann benötigt sie pro Tag nur etwa 80-100g Protein um zu gewährleisten, dass das Kind ausreichend mit Protein versorgt ist. Zumindest an der Proteinaufnahme sollte es nicht scheitern – zumal der Körper des Menschen so eingestellt ist, dass er weniger ausscheidet, wenn weniger aufgenommen wird und umgekehrt.

Was aber sehr interessant ist und worüber sich jede werdende Mutter (und vielleicht auch der werdende Vater) Gedanken machen sollte…

Der Geschmack und die Vorlieben, also das Essverhalten der Mutter, wird von der Mutter an die intrauterine Umgebung, also an das ungeborene Kind weitergegeben und dadurch können sich schon Geschmack und Vorlieben des Ungeborenen recht früh verfestigen – bis hoch ins Erwachsenenalter wird das scheinbar geprägt (Trout KK et al 2012, Mennella et al 2001, Podzimek S et al 2018)! Auch beim Stillen werden die unterschiedlichen Geschmäcker und Vorlieben der Mutter erlernt und sich zu eigen gemacht – ethische, kulturelle und familiäre Unterschiede im Essverhalten und der Auswahl unterschiedlicher Nahrungsmittel liegen hier unter anderem begründet! Langfristige Gesundheit und die Prävention von Übergewicht, das Erlernen einer gesunden Ernährungsweise, das fängt also in der Schwangerschaft an und das entscheidest DU als werdende Mutter zu einem großen Teil mit – wenn der dicke Harry mit 39 noch zuhause wohnt und die Toilette vollscheißt und dich ruft „Mama, Popo wischen“, dann liegt es vielleicht an deiner Ernährung in der Schwangerschaft… vielleicht.

Naja, was ist, wenn du jetzt erwachsen bist und dich darauf ausruhst? „ich bin ja dick und scheiße bei Muttern das Klo voll, wohne mit 48 noch daheim, da kann ich nichts dafür, das liegt daran, dass meine Mutter sich in der Schwangerschaft nur von Pommes Majo und veganem Hackfleisch ernährt hat“ – schlag dir das mal ganz schnell aus dem Kopf. DU hast die Macht. Da Geschmack erlernt ist, kann der auch „umgelernt“ werden – aber schöner (und einfacher) wäre es, wenn es dir direkt in die Wiege gelegt wird, oder?

Gemüse, Obst, Nüsse, Fleisch, Salate, Fisch, Eier, also naturbelassene, unverarbeitete, Grundnahrungsmittel, wenige Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Wäre das nicht was, wenn du JETZT schon in der Schwangerschaft und VOR dem Lebensstart deines Kindes etwas für die Gesundheit und das Wohl selbigen tun könntest?

Rauchen in der Schwangerschaft: Über Schwermetalle, Plastik und andere Scheiße im Essen.

Es ist im Grunde eine Sache für Gehirnlose, oder? KEINE GIFTE, KEIN ALKOHOL, KEINE ZIGARETTEN in der Schwangerschaft. Oder? Eigentlich schon. Dennoch gibt es einige Frauen die scheinbar nicht von der Kippe loskommen und dazu noch einige Ärzte, die eine „Reduktion der täglich gerauchten Kippen“ für ausreichend halten. ERNSTHAFT? Natürlich, je mehr geraucht wird, desto beschissener (Kataoka MC et al 2018), daher ist eine Reduktion natürlich besser als keine Reduktion. Aber ERNSTHAFT? DU hast es grade in der Hand dafür zu sorgen, dass dein Kind so GESUND WIE NUR MÖGLICH und so RISIKOARM WIE NUR MÖGLICH auf diese Welt geschossen wird und du rauchst weiter? ERNSTHAFT? Was rauchen macht meinst du? Also das rauchen eh schon totaler Scheiß ist, das ist dir schon klar? Ja? Nein! Warum tust dus dann?

Rauchen in der Schwangerschaft reduziert nicht nur die Körpergröße des ungeborenen Kindes (Abraham M et al 2017), sondern erhöht das Risiko für vielerlei Gesundheitsstörungen des Kindes:
Fehlgeburten, Frühgeburten, Herzproblematiken, Nieren- und andere Organstörungen, Augenprobleme und Sprachstörungen sind nur einige einer langen Liste (Mund M et al 2013).


Zigaretten sind hochtoxisch!

Zigaretten enthalten nicht nur Nikotin, sondern auch eine Reihe anderer Gifte und Schwermetalle: Mehr als 4000 Chemikalien findest du im Tabakrauch und ein Großteil der Substanzen sind nachgewiesenermaßen auch krebserregend und können unser Erbgut irreversibel schädigen und auch bösartige Tumorerkrankungen auslösen! Arsen, Blei, Cadmium, Nitrosamine, Benzol sind nur einige der enthaltenen Stoffe, die nicht gut für dich und schon gar nicht gut für dein ungeborenes Kind sind. Was denkst du, wenn du das liest? „ach, dieses bisschen, wir schon nicht…“ halt doch dein Maul, ehrlich, was fällt dir ein so etwas auch nur zu denken?


Schwermetalle wie Cadmium und andere führen in der Regel zu Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes (Shirai S et al 2010, Sabra S et al 2017), aber diese Scheiße ist ja nicht nur in den scheiß Zigaretten zu finden! Fisch? Gemüse und Salate? Nüsse? Kakao? Verpackungsmaterialien? Wasser? Du findest Schwermetalle, Plastik, Phthalate, Bisphenol A (BPA), Dioxine und mehr in unserer gesamten Umgebung, der gesamten Nahrungskette, in unserem gesamten Alltag!!!

Die Wohnungsnähe zu Müllhalden und ähnlichem steht beispielsweise in Verbindung mit Chromosomenveränderungen und anderen Anomalien des Kindes (Vrijheid et al 2002). „is ja VOLL KRASS“!!! Und die Wolken, der Wind, tut ihr Übriges – je nachdem wohin der Wind zieht, dort findest du dann auch ohne, dass du direkt neben einer Müllverbrennungsanlage wohnst, erhöhte Konzentrationen dieser ganzen DreckSCHEIßE!!!!

Naja, nun zum Schönen… Frauen können im Gegensatz zu Männern einen Großteil der Schwermetalle ausleiten, auf EINEN SCHLAG – und wie? Indem sie alles auf das ungeborene Kind übertragen (Maekawa R et al 2017, Mar Wai K et al 2017). Killerwale, stehen beispielsweise an der Spitze der Nahrungskette, sind voll bis oben hin mit Plastik, Schwermetallen, Dioxin und Co und die Babywale zeigen unterschiedlichste Veränderungen und sind oft sogar unfruchtbar! Ein vom Aussterben bedrohtes Tier was aufgrund unserer Müllpolitik kaum noch fortpflanzungsfähig ist! Dass die „neue Generation Mensch“ immer unfruchtbarer wird, also immer mehr Paare Schwierigkeiten mit dem Schwangerwerden kriegen, liegt unter anderem vielleicht auch an der ganzen Scheiße in unserem Meer und unserem Kühlschrank. Uns geht es vielleicht bald wie den Killewalen!

Plastik sollte, natürlich nicht nur in der Schwangerschaft, aber auch grade hier, etwas weiter umgangen werden, also sowieso schon. BPA steht in der Kritik verschiedene Störung bei dem ungeborenen Kind hervorrufen zu können (Vafeiadi M et al 2016, Mustieles V et al 2015) – und ja, wenn möglich, trenn deinen Müll, kauf plastikfreier ein, benutz Mehrweggeschirr und Tüten, schmeiß deine Kippen (die Stummelfilter sind voll mit den Giften die dann in die Natur abgegeben werden!) nicht einfach so auf den Boden, unterstütz artgerechte Tierhaltung (nicht Stallhaltung!), geh öfter mal zu Fuß, Schmeiß keine Chemikalien und keine Medikamente ins Klo und so weiter. Wir haben alle extrem viel Möglichkeiten etwas Gutes für unseren Planeten und die nachfolgenden Generationen zu tun. Wann tun wir denn? Wir müssen nicht auf die Politiker warten, wir können JETZT HEUTE DIREKT mit Kleinigkeiten starten. „ja was bringts denn, wenn ich…“, wenn das JEDER tut, dann läppert sich das zu einem riesigen Konstrukt. Eventuell gibt es ja sogar ein unverpackt-Laden bei dir in der Umgebung und du kannst auf einfache Weise etwas „Müll einsparen“? Okay, ich schweife ab.

Aber was tun? Bis auf Mülltrennung und Co? An Ratten gibt es einige Untersuchungen die zeigen, dass die Chlorella-Alge dazu führt, also wenn du diese zur Nahrung hinzufügst, dass weniger Dioxine und Schwermetalle in der Muttermilch zu finden sind und weniger aus der Nahrung im Darm aufgenommen werden. Eventuell könntest du vor der Schwangerschaft eine EDTA-Ausleitung machen? Eventuell mit N-Acetyl-Cystein (NAC), S-Adenosyl-Methionin (SAMe), Selen, Alphaliponsäure (ALA), Chlorella oder was auch immer supplementieren? Also ein paar simple Möglichkeiten haben wir ja, zum Glück, hier zumindest „etwas“ vorzubereiten.

Ob dann alles gut wird, kann man nicht sagen, dafür gibt’s natürlich keine Garantie, aber wir können zumindest unser BESTMÖGLICHES versuchen. Oder?

Die erste Ernährung des Babys!

Generell sollte gestillt werden. Es ist keine Laune der Natur, dass die Brüste der Mutter wachsen, dass die Brüste Milch produzieren und dass das Kind einen natürlichen Saugreflex hat, der durch Hautkontakt und saugen an der Brust selbige dazu stimuliert noch mehr Milch zu produzieren!

Muttermilch ist das beste Lebensmittel für die Kleinen. Man sollte in der Regel bis zu 2 Jahren stillen, also bis die Zähne sich entwickelt haben und das Stillen nicht mehr so angenehm ist und tendenziell ab etwa 6-8 Monate zufüttern. In er Muttermilch ist das drin, was die Mutter so verzehrt und noch mehr – also der Nährstoffgehalt ist abhängig von den Ernährungsgewohnheiten der Mutter. „mein Kind wird aber nicht satt“ – eventuell ist deine vegane Reismilch die das Kind die ganze Zeit saufen muss nicht das, was der kleine Mensch grade für eine optimale Entwicklung benötigt? Sorry. Das Kind benötigt Taurin, es benötigt Probiotika, es benötigt, Zink, es benötigt, DHA (Docosahexaensäure; tierische Omega 3 Fettsäure), Arachidonsäure (tierische Omega 6 Fettsäure) und so weiter und wenn du es nicht isst, dann isses auch nicht in der Milch! Stillen hin oder her.

Nun gut. In der Muttermilch befindet sich beispielsweise auch ein Haufen immunregulierender Stoffe – das Kind selbst hat ja erstmal „kein richtiges Immunsystem“, das muss noch trainiert werden, zwischen Freund und Feind unterscheiden lernen und naja, daher hat Mutter Natur verschiedene Immunglobuline, Laktoferrin und und und in die Muttermilch gepackt, als „erstes Immunsystem des Neugeborenen“, als Schutz vor Viren, Parasiten, Bakterien und mehr. Diese Stoffe sorgen dafür, dass sich weniger Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen im späteren Verlauf entwickeln, dass die Darmflora ordnungsgemäß ausgebaut wird. Und grade nach einem Kaiserschnitt ist das Stillen unabdingbar.

Und falls das so gar nicht geht? Es gibt verschiedene „HA“ Ersatznahrung für Neugeborene, da sollte dann Taurin, Carnitin, DHA, Arachidonsäure, Probiotika und so weiter drin sein. Wenigstens das. Ist nicht das Gleiche, aber naja, wenigstens das. Wenn schon Ersatz, dann ein „einigermaßen gescheiter Ersatz“. Das Problem bei Bio-Ersatz-Produkten? Hier dürfen beispielsweise keine Aminosäuren zugesetzte werden. Du findest dann also kein Bio-Ersatz-Produkt welches Taurin enthält. Und enthält ein Produkt mit 90% oder mehr Biorohstoffe zusätzlich noch 0,0…% Taurin, dann darf man nicht sagen, dass es Bio ist. Traurig aber war. Ich find das doof und Audhumbla der Urkuh gefällt das auch nicht so gut.

Wenn dann nach 6-8 Monaten zugefüttert wird, dann am liebsten etwas mit weniger Allergiepotenzial. Fleisch, Früchte, Gemüse, das schafft gute Gewohnheiten und Vorlieben und schützt dadurch auch vor Übergewicht, Krankheit und mehr – vor allem auch im späteren Verlauf des Lebens.

Fisch, Eier, Getreide, Bohnen, Nüsse, all das hat ein etwas höheres Allergiepotenzial und sollte nur sehr gering verwendet werden, wenn überhaupt und immer nur „eins nach dem anderen zugefüttert“ werden. Es kann nämlich einige TAGE dauern, bis sich ein neues Nahrungsmittel auf die Gesundheit des Kindes auswirkt. Bei Schwellungen im Gesicht, Atemgeräuschen und ähnliches, sollte DIREKT der Notarzt gerufen wird – denn du weißt ja noch nicht ob irgendeine Allergie gegen irgendein Nahrungsmittel vorliegt. Daher sollten allergiebehaftete Nahrungsmittel auch erst später zugefüttert werden, dann, wenn das Kind etwas immunkompetenter und „stabiler“ ist und das Kind immer genau beobachtet werden, wenn mit neuen Nahrungsmitteln rumprobiert wird!

Auch hier hört man oft den Satz „ja der kleine Klausi der wird einfach nicht satt…“, ja normal, der kriegt ja auch nichts Gescheites zu fressen. Getreidebrei mit Beeren? Unter uns meine Liebe, das frisst du doch auch nicht? Davon würdest DU auch NICHT satt. Warum dann der kleine Mensch? Er braucht eben Protein, Fette, Mikronährstoffe, nicht nur allergene Nahrungsmittel wobei das Immunsystem wahrscheinlich Lambada tanzt.

Aber das alles nur als grobe Faustregel.

Aber „das Baby darf ja nicht so viel Protein, das ist schlecht für…“, nein, das Baby isst das, was Mutti und Vatti auch essen. Meinst du der Neandertaler hat „extra gekocht“? Wenns im Winter nur Fleisch gab, dann gabs im Winter für ALLE nur Fleisch. Zumindest gibt es kaum gute Daten im Bezug zur Kindesernährung. Es ist wahrscheinlich verboten Experimente an Kindern durchzuführen, warum, weiß ich auch nicht…

Ganz grob kannst du die Kalorien und Makronährstoffe wie folgt für klein Klausi ansetzen…

Baby etwa 100kcal pro Kilogramm Körpergewicht, 2-3g Protein pro kg Körpergewicht, was aber nur 10-20% der Gesamten Kcal sind, 35-50% Fett, 40-70% Kohlenhydrate. Wenn Klausi 5kg wiegt, dann braucht er halt nur 15g Protein pro Tag – das ist ja nicht viel, aber auch nicht wenig für den kleinen Fratz.

Das sind so die allgemeinen Empfehlungen. Ich persönlich würde wahrscheinlich etwas mehr Fett und Protein geben und etwas weniger Kohlenhydrate, in Richtung „artgerechte Ernährung“ oder Paleo.

Fritzi geht in das Schlafzimmer seiner Eltern. Er sieht, dass seine Mutter auf dem Bauch seines Vaters sitzt. Mutter: “Ich massiere dem Papa den Bauch weg.“ Fritzchen: “Das bringt doch nichts, donnerstags kommt immer Frau Schmitz und bläst ihn wieder auf.“

Vitamine, Mineralstoffe, Fett und mehr: Mikronährstoffe in der Schwangerschaft?

Ein Tabuthema mit unendlich vielen sehr schlechten und angstmachenden Schlagzeilen: Ein Multivitamin schädlich für Mutter und Kind. Nahrungsergänzungsmittel sind unnötig. Blabla…

Das Kind entwickelt sich nicht von Luft und Liebe allein und es sind einige Mikro- und Makronährstoffe unabdingbar für die optimale Entwicklung des Kindes und der Gesunderhaltung der werdenden Mutter. Ich spreche nicht vom Gießkannenprinzip, nicht von Hochdosistherapien, nicht von „mach einfach irgendwie“, sondern von notwendigen Substanzen die, du glaubst es kaum was jetzt kommt, NOTWENDIG SIND! Ob diese durch die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden das ist TATSÄCHLICH VOLLKOMMEN EGAL! Natürlich!

Hier, ein paar Daten zum Thema für dich: Multivitamine in der Schwangerschaft.

Hochdosen an Vitaminen könnten den Stoffwechsel von Mutter und Kind negativ beeinflussen, ein Mangel an diversen Substanzen, du kennst das beispielsweise von einigen B-Vitaminen wie Folsäure, führen aber in der Regel zu diversen Fehlbildungen (Pannia E et al 2016).

Eine vegetarische und schon gar nicht eine rein vegane Ernährungsweise ist wahrscheinlich, so die Datenlage, nicht optimal für eine gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes, zumindest sind diese Ernährungsweisen ziemlich fragwürdig (Tan C et al 2019, Pistollato et al 2015, Sebastiani G et al 2019). Wenn aber der vegetarisch ernährte Mensch seine Fische, seine Eier und Co zu sich nimmt, dann sehe ich persönlich wenig Probleme – naja, eins aber: Schwermetalle im Fisch die sich anreichern könnten? Je breiter sich die Nahrungsmittelpalette streut, desto geringer ist wahrscheinlich die Chance, dass es zu Anreicherungen von irgendeiner Substanz kommt. Daher ist auch eine vegetarische Ernährungsweise, obwohl diese sehr nährstoffreich sein kann, nicht 100%tig optimal.

Ein Multivitamin könnte dazu führen, dass es nicht zu einer vorzeitigen Geburt, deutlich vor dem geplanten Geburtstermin, kommt (Johnston EO et al 2017) und auch der Kopfumgang und das Geburtsgewicht steigern sich wahrscheinlich bei der Einnahme von einem Multivitamin-Multimineral Supplement (Asemi Z et al 2014). Der Kopfumfang gibt unter andrem den Entwicklungstand des Kindes an – dieser wird oft schon vor der Geburt und auch nach der Geburt noch weiterhin gemessen. Nichts wächst schneller als der Kopf – vor allem durch die extreme Gehirnentwicklung des kleinen Menschen. Ein zu großer Kopf kann aber natürlich auch auf einen Hydrocepahlus hindeuten – also „größer“ ist nicht immer besser, nicht falsch verstehen