ANEKDOTEN ARTGERECHT BIOCHEMIE DER MENSCHLICHE KÖRPER

DEINE GESUNDHEIT: MANCHMAL IST ES NUR ESSEN…

Chris Eikelmeier PNI Artgerechte Ernährung

Am Ende ist es nur essen. Ja, es ist wichtig, ja, jedes Tier beschäftigt sich fast den gesamten Tag mit der Nahrungssuche, das ist richtig, aber vor allem auch mit dem Nestbau und mit „bumsi bumsi“, aber ja, kein Tier beschäftigt sich mit dem „was soll ich denn jetzt eigentlich essen“, sondern mit „woher krieg ich auch nur IRGENDWAS essbares um den nächsten Winter zu überstehen und für mein „bumsi bumsi““.

Die Evolution ist auch nach wie vor nicht nett – es geht nicht um beste Gesundheit bis zum höchsten Lebensalter, sondern um Fortpflanzung, Arterhalt, also, es geht um „bumsi bumsi“. Du musst nur solange „gesund sein“ bis du „bumsi bumsi“ gemacht hast. Wenn die Kirche gesungen hat bevor du ihn rausgezogen hat, dann ist alles tutti und Mutter Natur sagt: „alles klar, danke, jetzt ist aber mal langsam gut“ und zieht DICH dann raus.

Wenn wir über „gesunde Ernährung“ sprechen dann gibt es, evolutionär betrachtet, eigentlich nur 2 Szenarien:

  1. Entweder funktionierst du JETZT extrem gut, machst „bumsi bumsi“ wie verrückt, bringst Leistung, bist stark, energiegeladen und alle Prozesse laufen auf Hochtouren (mTOR?).
  2. Oder du funktionierst JETZT nicht gut, machst eben kein „bumsi bumsi“ und die Natur gibt dir ZEIT um dann doch irgendwann noch richtig zu bumsen (AMPK?). Er hats gesagt…

Also entweder kurz, intensiv, leistungsbereit, viel Wachstum, schnelle Zellteilung und somit, vielen Dank Hayflick-Limit du Arschloch, schnellere Zellalterung. Oder lange, wenig intensiv, wenig leistungsbereit, langsamere Zellalterung.


Was ist das Hayflick-Limit?

Bei jeder Zellteilung verkürzt sich ein sogenanntes „Telomer“ am Ende der Chromosomen. Telomere? Das sind die Enden der Chromosomen und die schützen mehr oder minder unser Erbgut. Bei jeder Zellteilung verkürzt sich also dieses Telomer. Und das „Hayflick-Limit“ gibt an, wie oft sich eine Zelle teilen kann bevor die Zelle sich nicht weiter teilen kann. Sport, Fasten, wie auch Vitamin D3 könnten beispielsweise die Zellalterung etwas entschleunigen – alles 3 kann nämlich die Telomerase-Aktivität verbessern. Telomerase? Das ist das Enzym, was die Telomere mehr oder weniger wieder verlängern kann.

Wenn sich eine Zelle sehr schnell bzw. oft teilt, dann ist das „Limit“ schneller erreicht und die Zelle kann sich nicht mehr teilen. Aber stell dir vor, wenn sich die Zelle 50-mal teilen kann, nur ein Beispiel:

Wenn sich die Zelle nur 1-mal alle 2 Jahre teilt, dann lebt die Zelle 100 Jahre, oder? Wenn sich die Zelle aber 2-mal im Jahr teilt, dann lebt die Zelle nur 25 Jahre, oder? Oder. Mit „gesundem Lebensstil“ versucht man hier positiv einzugreifen – positiv heißt, dass die Telomerase aktiver bleibt und dass die einzelne Zelle länger lebt.


Also wir versuchen ja gerne das BESTE aus beiden Welten zu bekommen, aber es ist nicht das Beste aus beiden Welten, sondern ein Kompromiss: Ein bisschen weniger Leistung, dafür ein bisschen länger zu halten oder ein bisschen mehr Leistung und dafür ein bisschen weniger lange zu halten.

Das ist zwar nur die „grobe Zusammenfassung“ der gesamten Thematik, aber ich dachte, dass sich darüber und in diesem Zusammenhang vielleicht noch keiner so genauer Gedanken gemacht hat?

ALTER WAR SO NIE VORGESEHEN…

Naja, wozu „altern“? Wenn Nahrung da ist, dann funktioniert du weißt schon, dann funktioniert die Fortpflanzung (meinst du, ich schreibe nochmal „bumsi bumsi“, jetzt ist aber mal langsam gut…), du erschaffst die nächste Generation, hilfst bei dem Aufwachsen deiner Kinder, gibst ein bisschen Wissen weiter und dankst dann ab. Ab wann ist man fähig für das Ganze? Früher mit 16 sexuell reif und mental einigermaßen „ausgereift“, heute mit 10 Jahren sexuell reif und mental mit 35 noch lange nicht „ausgereift“ – das driftet immer weiter auseinander und ist vielleicht sogar eine gefährliche Kombination.

Du bist also „eigentlich“ mit 32 Jahren fertig mit dem gesamten „Lebensding“ und darfst gehen – so war es zumindest. Also, alles was danach kommt, das betrifft eher uns heute, als unsere Vorfahren – metabolisches Syndrom, Atherosklerose, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Arthrose, grauer Starr, Krebs, alles was man so im „Alter“ bekommt.

Ob du jetzt damals Getreide, rotes Fleisch, Wurst, Salat, vegan oder Eierlikör gegessen haben, das ist fast egal – Hauptsache ein paar Nährstoffe und Energie und fertig war der Wurstsalat. Eine natürliche Selektion, eine Anpassung an irgendwas, was wir heute so machen, das konnte kaum stattfinden, da wir ja nicht krank werden BEVOR wir gezeugt haben, sondern erst krank werden NACHDEM wir gezeugt haben!

WER HEUTE GESUND SEIN MÖCHTE, MUSS NICHT IMMER NUR DAS TUN WAS GESTERN NÖTIG WAR…

Und da driftet Paleo und Co in eine vielleicht „nicht optimale“ Richtung ab. Vegane Kondome machen das alles nicht einfacher und auch Tofu mit Brathähnchen Geschmack ist vielleicht auch ein Tick zu viel und viele sind verunsichert, was sie denn jetzt „tun müssen um gesund zu bleiben“!?

Der Grund weshalb wir nicht oder zumindest nicht EXAKT so leben sollten wie damals ist, dass wir nicht damals leben, sondern jetzt – wir werden älter und sind mit ganz anderen Dingen in unserem Alltag konfrontiert.

Haben die früher ein Multivitamin genommen? Nein? Also Quatsch? QUATSCH! Damals waren Tier- und Pflanzenwelt auch nicht so hart verunreinigt mit den unterschiedlichsten Schadstoffen – es wurde frisch vom Baum, saisonal gegessen. Damals musste auch die Leber vielleicht nicht das leisten, was sie heute leisten muss. Damals gabs zwar Infektionen, Kälte und andere „natürliche Stressoren“, nicht aber Nahrungsüberfluss, gepaart mit Schlafmangel, chronisch erhöhte Stressachsenaktivität wegen dem falschen Partner, Hypothekzinsen, Angststress durch gefährliches Halbwissen oder irgendeinem anderen gesellschaftlichem Konstrukt was dich HEUTE krank machen kann!

Ist Gluten gut? Nein. Lektine? Nein. Neu5GC? Nein. Kalorienrestriktion? Nein. Kalorienüberschuss? Nein. Alles hat einen Effekt, einen positiven und einen negativen – alles. Es gibt nicht „perfekt“ und schon gar nicht das „perfekte Lebensmittel“, aber es gibt einige „Verhaltensweisen“ die dabei helfen könnten, trotz der neuen Umstände, ein bisschen gesünder zu bleiben und vielleicht sogar „gesünder älter“ zu werden.

Fast man ALLE Studien zum Thema Gesundheit zusammen…

Dann steht da erstmal sowas wie „ausreichend Bewegung, jeden Tag“. Der liebe Gott dachte „hm, was MUSS der Mensch IMMER machen, was ist IMMER dabei, egal was er tut, so, dass es die Funktion von mir bekommt, den gesamten Körper zu reinigen, zu stabilisieren, gesund zu erhalten und funktionieren zu lassen?“ – naja, da kam der liebe Gott auf…

BEWEGUNG!

Bewegung aktiviert mTOR, aktiviert AMPK, aktiviert PGC1alpha, aktiviert die Telomerasen der Zelle, aktiviert SIRT1, aktiviert die Tyrosinhydroxylase, aktiviert Hemoxigenasen, aktiviert den gesamten Glutathion-Regelkreis, scheidet Schwermetalle, Stoffwechselendprodukte und Gifte aus, optimiert die Leistung des Immunsystems, gibt jeder Zelle den Befehl etwas zu tun und den Reiz zu überleben, erhöht eNOS, die Durchblutung, die Insulinsensitivität, reguliert den Blutdruck, trainiert die metabolische Flexibilität – und noch so vieles mehr. Das ist nur ein klitzekleiner Auszug von dem was Bewegung denn eigentlich macht. Also erstmal: BEWEGUNG. Danach Essen. Aber, Essen ist nur Essen, es gibt da viel mehr um etwas für die „Gesunderhaltung seines eigenen Körpers zu tun“…

Eine kleine Zusammenfassung, wie deine „Woche“ aussehen könnte:

2 Tage die Woche 24 Stunden fasten: Verbessert die metabolische Flexibilität und hier geht es nicht nur um das „Fasten“, sondern um die „intermittierende Ketose“.

Ansonsten 2-4 Mahlzeiten, keine Snacks am Tag: Lass den Körper seinen Blutzucker selbst regulieren und korrigieren und lass den Organen Zeit sich von ihrer „Arbeit“ zu erholen. In der Regel regeneriert oder arbeitet ein Organ. Entweder-oder!

2-3x Hitze Exposition (Sauna, heißes Bad, deutliches Schwitzen): Du scheidest hierdurch sogar einiges an Schwermetallen aus, trainierst deine Thermoregulation, aktivierst Heat-Shock-Proteine, verbrauchst Energie und trainierst deine Gefäßfunktion.

1-2x Kälte Exposition (Eisbad, eiskalte Dusche bis zum zittern): Du aktivierst die Mitochondriogenese, verbrauchst Energie, reduzierst deinen Blutzuckerspiegel, aktivierst die Schilddrüse, trainierst deine Gefäßfunktion.

Täglich Gewürze und Kräuter in der Küche verwenden: Verbessern die Stoffwechselfunktion und das Insulinsystem und regulieren das Immunsystem. Bauen teilweise sogar Atherosklerose Plaques ab, erhöhen eNOS und somit die Gefäßgesundheit. Könnten vielleicht alle negativen Wirkungen tierischer Lebensmittel aushebeln!

Ein gutes Multivitamin nehmen: Gleicht Nährstoffe aus, die durch die Nahrungsverarbeitung, Produktion, Lagerung, Transport et cetera verloren gehen und eventuell durch erhöhte „Entgiftungsanforderungen“ und Stressoren verbraucht werden.

1-mal alle 2 Wochen Säugetierleber (50-100g), 1-mal alle 2 Wochen Dorschleber (50-100g), verzehren: Extrem nährstoffreich, leider etwas verunreinigt mit unterschiedlichsten Schadstoffen. Diese Praxis wäre auch für den „Veganer“ sehr hilfreich – 1x pro Woche 100g Tier und dafür deutlich gesünder? Man sollte darüber tatsächlich nachdenken…

Eher Tee, statt Kaffee – z.B. Grün Tee oder andere Kräutertees: Haben weniger negative Effekte auf Schlaf und Insulinsystem, wirken sonst wie Kräuter. 1-2 Tässchen Kaffee sind jetzt nicht sooo schlimm, aber wer trinkt denn nur „1-2“ Tassen am Tag von einem süchtig machenden Gesöff?

Mindestens 8 Stunden Schlaf pro Tag: Gerne mehr – am besten gegen 20.00 Blaulichtfilter an und frühzeitig ins Bett: Wenn du 8 Stunden schlafen sollst, solltest du etwa 9,5 Stunden im Bett verbringen! Nicht immer möglich und ich höre dich grade schon wieder „oh, krieg du erstmal Kinder, mach du erstmal, bla, wie, bla…“, ja, du bist ein geiler Typ, der es schafft 3 Stunden Avengers Endgame zu schauen aber nicht eine Stunde früher zu schlafen. Denk mal darüber nach.

2-4-mal intensiver Sport mit „schwerem“ Gewicht und Laktatansammlung: Nicht täglich intensiv, 2-3-Mal in der Woche ist idiotensicher. Wenn du öfters intensiv trainierst, dann musst du genau planen und auf den gesamten Alltag achten.
Täglich „moderate“ Mobilitätsübungen und leichtes Herzkreislauftraining – „Super Joints“ + Spaziergang: Ganz lockere Bewegung um die Trophik des gesamten Körpers zu verbessern indem die Mikrozirkulation aktiviert wird, wovon viele Organsysteme und Gelenksstrukturen abhängig sind, etwas Energie zu verbrauchen, das Serotonin-Melatonin- und Dopamin-System zu trainieren und dem Gewebe einen Grund geben noch stabil zu bleiben – grade auch die Substanzen der extrazellulären Matrix sollten täglich, spätestens alle 2 Tage, einen Erhaltungsreiz bekommen. „use it or lose it“.

Vorwiegend naturbelassene Grundnahrungsmittel: Tiere aller Art, Pflanzen aller Art. Grundformel: 50% des Volumens auf dem Teller sind Tiere und 50% des Volumens auf dem Teller sind Pflanzen. Beides ist wichtig und beides hat seinen Platz!

„unser tägliches Brot gib uns heute“: Gluten, Lektine, ATI und andere Stoffe im Getreide und in den Hülsenfrüchten, reizen unsere Darmschleimhaut, unser Immunsystem und liefern im Gegensatz zu tierischen Lebensmitteln oft auch noch weniger Nährstoffe. Nicht täglich bedeutet nicht „gar nicht“. Aber jeder reagiert auf Gluten, jeder reagiert auf „Böhnchen-Tönchen“, jeder, nur der eine etwas mehr, der andere etwas weniger. Zumindest sollte unser Fundament der Nahrung nicht auf Getreide und Hülsenfrucht aufbauen!

„wir essen zu viel Fleisch“: Du weißt vielleicht, dass ich sehr viel davon esse? Bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern arbeite ich auch mit der „Carnivoren Diät“. Neu5GC denkst du? Der Chris ist dumm denkst du? „es ist doch bekannt wie schädlich das ist!“, denkst du? Nein, es gibt da nur viel mehr als dir erzählt wird – nicht nur in diesem Beitrag, sondern auch zum Thema Neu5GC. Derzeit verfasse ich ein kleines Ebook zum Thema Fleisch und Co – sei gespannt, ich denke, dass es wirklich spannend wird. Auf jeden Fall hast du einen Großteil dieser Sialinsäure nach 2 Wochen der Abstinenz ausgeschieden. Auf jeden Fall bedeutet „Fleisch“ zu essen nicht, dass du ausschließlich rotes Fleisch essen sollst noch musst. Denn grade rotes „Säugetierfleisch“ (50%) ist reich an dieser „nicht menschlichen Sialinsäure“ Neu5GC (N-Glykolyl-Neuraminsäure) – vor allem das Organfleisch (getestet an Schweine-Leber) scheint mehr Neu5GC zu enthalten als das Muskelfleisch der gleichen Art. Isst du 100g Ei (0%) und 100g Hühnchen (0%) und 100g Schweinefleisch (20%), relativiert sich der Neu5GC Gehalt aber wieder deutlich – dass diese Sialinsäure aber nicht zwangsläufig so schädlich ist wie im „Reagenzglas nachgewiesen“ und bei „nicht fleischfressenden Mäusen“ im Labor immer „bestätigt“ wird, erzähl ich dir ein andermal. Fleischfressene Mäuse mit rot leichtenden Augen sind aber mit Vorsicht zu genießen, vor allem Nachts…

Es geht nicht immer nur darum alle „bösen Dinge“ zu vermeiden, sonder vor allem auch darum, dass du resistenter gegenüber diesen „bösen Dingen“ wirst!


ERNÄHRUNG NACH PNI?

Die „PNI“-Ernährung („Psycho-Neuro-Immunologie“) empfiehlt beispielsweise „große Säugetiere“ kaum noch zu essen. Stattdessen vorwiegend Fisch, Geflügel und kleinere Säugetiere. Dazu ausreichend pflanzliche Produkte, grade Grün Tee und Kurkuma, Rotwein und Olivenöl.

Grade Eier und Insekten sind hier im Trend, da diese u.a. Schilddrüsenhormone enthalten sollen.

N-Acetyl-Cystein, Mariendistel, Ribose, Nicotinamid, Magnesium, Zink, Kurkuma, Omega 3 (EPA) sind Substanzen die immer wieder empfohlen werden um unterschiedlichste Prozesse des Körpers zu optimieren.

Es wird sehr viel mit Kräutern und Pflanzen gearbeitet – „fermentierter“ Knoblauch, Bockshornklee, Granatapfel, Mango, Bittermelone und viele andere Adaptogene zum Beispiel.

Citrullin steht neuerdings auch auf der Abschussliste, da es einige Daten gibt, dass „citrullinierte Peptide“, also Körperproteine, welche durch Citrullin etwas „verändert“ wurden, eine Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe auslösen könnte. Dazu gibt es viele Daten und nicht mal schlechte – das Problem ist aber, dass es bisher keine Daten dazu gibt, wie sich Citrullin (diese 5g…) auf die Citrullinierung körpereigener Proteine auslöst – „zum jetzigen Zeitpunkt keine Nebenwirkung bekannt“.


Die „PNI-Ernährung“ ist sehr wissenschaftlich orientiert und oft sehr fortschrittlich – manchmal meiner bescheidenen Meinung nach etwas „zu schnell“. Manchmal haben sie Recht, aber mit Sicherheit nicht immer. Es gab eine Zeit da wurden Vollkornprodukte empfohlen, dann schwenkte man hart in die Paleo-Richtung, dann wurde rotes Fleisch verbannt – vielleicht ist das ein Prozess, aber „100% auf alle Gifte zu achten und diese vermeiden zu wollen“ ist nicht nur sehr schwer, sondern vielleicht auch manchmal kontraproduktiv. Aber: Als Basis-Ernährungsintervention bei JEDER Erkrankung, ist das ein ZIEEEEMLICH solider Ansatz und wahrscheinlich der BESTE den man derzeit finden kann.

EINMAL IST KEINMAL…

Also du kannst ohne schlechtes Gewissen Getreide essen, nur nicht täglich. Auch kannst du ohne schlechtes Gewissen deine 500, 600, 1000g Steaks essen, nur nicht täglich und nur nicht ausschließlich. Zu beiden, sehr oft in den Schlagzeilen zu findenden Nahrungsmitteln, findest du wirklich sehr sehr wenige tatsächlich aussagekräftigen Untersuchungen am Menschen – viele Hinweise, noch mehr Anekdoten und logische Erklärungen, aber was genau, in welchem Zusammenhang, welcher Kombination und bei welcher Dosis, das muss die Zukunft zeigen. Wenn du aber „krank bist“, dann ist es eine valide Option den „Anekdoten und Hinweisen aus dem Reagenzglas“ nachzugehen – wir wissen nicht, was uns die Zukunft zeigt und vielleicht, das zeigt auch die Vergangenheit, wird einiges, aber sicher nicht alles, auch am Menschen bestätigt.


Aber, vergiss bitte nicht, dass eine Krankheit kein monokausales Ergebnis ist. Am Beispiel einer Autoimmunerkrankung:

1. Du brauchst eine bestimmte genetische Voraussetzung.
2. Fremdproteine (aus Nahrung, Viren, Bakterien) müssen ins Blut gelangen und dann so aussehen wie körpereigenes Gewebe. Mittlerweile rücken Permeabilitäts-Probleme („Leaky“) bei Autoimmunerkrankungen immer weiter in den Fokus.
3. Das Immunsystem muss diese Fremdproteine registrieren.
4. Das Immunsystem muss (einfach) aktiviert werden (starker Stressor / Auslöser).
5. Das Immunsystem muss „wütend“ sein und nicht mehr aufhören dieses Gewebe anzugreifen.
6. Das Gewebe hat Probleme sich zu regenerieren.


Und hier hast du, das siehst du hoffentlich viele Stellen um einzugreifen. Und so ist das oder so ähnlich, bei jeder anderen Erkrankung auch. Es ist nicht „ein Ding“ als An- und Aus-Schalter zu sehen oder gar zu verteufeln, sondern alles ist etwas was einen Schluck mehr ins Glas füllt – irgendwann ist das Glas voll. Um „gesund zu bleiben“ ist deine Aufgabe immer mal wieder etwas aus dem Glas herauszuschütten: Bewegung, Schlaf, Stressmanagement, Omega-3-Fettsäuren, „Organreparatur“, Nährstoffe, Darmflora und und und.

Ich hatte mal eine Patientin die „Symptome“ hatte. Haarausfall, Hashimoto, Müdigkeit. Nachdem sie „das gesamte Ding“ gefahren hat, auch kein rotes Fleisch, kein Getreide, war die Müdigkeit besser, die Haare sind nicht mehr ausgefallen, sind aber nicht so schön gewachsen wie es sein sollte – die Anti-Körper gegen eigenes Schilddrüsengewebe reduzierten sich, aber waren noch vorhanden. Es wurde auf Schwermetalle getestet – aber erst später. Der Selen-Spiegel war sehr niedrig und das Level an oxidativen Stress war erhöht – also haben wir dann Schwermetalle getestet, weil das alles zusammenpasste. Damals arbeiteten wir mit Melatonin, Glutathion, S-Adenosyl-Methionin und N-Acetyl-Cystein und innerhalb von 3 (!!!) Tagen war die Müdigkeit verschwunden – 3 (!!!) Tagen! Die Level an Antikörpern gegen die Schilddrüse reduzierten sich weiter. Rotes Fleisch wurde wieder vermehrt integriert, auch kleine Mengen an Getreide – und ihr gings damit weiterhin gut. Bis sie gestorben ist… Tumor… wegen dem roten Fleisch und dem Getreide… nein, das war ein kleiner Scherz, hat aber etwas Dramaturgie in die Geschichte gebracht.

WAS TUN, WENN MAN KRANK IST?

Du probierst die obigen Dinge, ALLE. So, wenn DANN noch was übrigbleibt und du trotzdem krank wirst oder krank bleibst, DANN wird es interessant und DANN eliminiert man einzelne Stoffe / Lebensmittel und muss den gesamten Alltag scannen. Aber vorher auf „ALLES ACHTEN“, so wie viele das tun, obwohl sie rein gar nichts haben, und jedem erzählen der es nicht hören will wie „gut sie sich damit fühlen“, ist drüber und unnötig.

DU WILLST MEHR?

Wenn dus einfach haben möchtest? Schau dir EINFACH ESSEN an.

Und wenns etwas komplexer sein soll, als „Upgrade“ zu Einfach essen? Dann schau dir den Ultimativen Athleten Level 2 mit großem Ernährungsteil an!

Und möchtest du JETZT endlich mit Bewegung starten, weißt aber nicht wie? Besorg dir unser Fundamente 2, lerne viel über Ernährung und Training, nicht zu kompliziert und machst es einfach so, wie der Plan dort vorgibt!


Mehr gute Literatur zum Thema „gesunde Ernährung“:*

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  1. Avatar

    Hi Chris,

    was empfiehlst du als Vorgehen, wenn man bereits an einer Autoimmunerkrankung leidet? Gleich wie oben bereits genannt oder ein anderer Fokus?

    Gruß

    • krisTUS

      Hi Peter, generell ist das Grundkonzept hier schon aufgelistet – der PNI-Ernährungsteil im grauen Kasten fasst es sehr gut zusammen. Damit starten und von da aus anpassen. Auch die angegebenen Supplemente sind hier was wert. D3, Kurkuma Longa Extrakt, NAC, dazu Zink und Glutamin für die Barrierefunktion des Darms, Getreide, Hülsenfrüchte raus, rotes Fleisch reduzieren oder auch mal 4 Wochen darauf verzichten. Gruß, Chris

  2. Avatar

    Moin Moin, also du lieferst wirklich erstklassige Artikel, lesen letztlich viel zu wenige, aber für die, die es tun, sind sie wirklich wirklich wirklich (!) ein Fundgrube an Inhalten. Vielen Dank nochmal.

  3. Avatar

    Hallo Chris,
    wie stehst du zu Nudeln aus Hülsenfrüchten um den Eiweißanteil einer Nahrung zu erhöhen?
    Ich mache seit ~1 Jahr Crossfit und versuche mich seit beginn des Jahres auch etwas mehr mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen und lese jetzt vermehrt, dass Hülsenfrüchte an sich nicht ganz so knorke sind, wobei ich hier für mich erstmal ein solides Nahrungsmittel für „gute“ Kohlenhydrate und Eiweiß sehe.

    • krisTUS

      Ja, Hülsenfrüchte, dazu gehören auch Erdnüsse und auch Getreide sind voll mit Antinutrienten. Bei Hülsenfrüchten hast du die Möglichkeit du Verarbeitungsprozesse wie langes kochen, einweichen etc, einen Teil davon unschädlich zu machen. Ich bin kein Fan von „man made“ food und kann dir ehrlich nicht genau sagen ob die Nudeln mehr oder weniger Schadstoffe enthalten – ich gehe von einer höheren Konzentration aus und, da du nicht zu lange kochst, auch von einem geringeren Abbau im Zubereitungsprozess aus. Wenn Hülsenfrüchte, dann in natura, 48std eingeweicht und dann nochmal ordentlich gekocht 🙂 Gruß, Chris

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