ARTGERECHT

ELTERN HAFTEN FÜR IHRE DICKEN KINDER: STUDIE BELEGT’S!

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Unsere Kinder werden immer dicker. Wenn jetzt jedes dritte bis vierte Kind übergewichtig ist und 2015 das aller erste dreijährige Kind mit ALTERS-Diabetes „erschaffen“ wurde, dann sollten wir uns doch mal ernsthaft fragen, was hier eigentlich los ist.

Du brauchst einen Führerschein um mit dem Auto über die Straße zu fahren. Du darfst aber einfach so Kinder bekommen und diese einfach so, irgendwie, wie du willst, füttern.

Es gibt keinen „Ernährungskurs für werdende Eltern“, der erst bestanden werden muss, bevor du die Lunte reinsteckst und zündest. Daher bekommen dann auch die dicken Eltern diese dicken Kinder die die dicken und kranken Erwachsenen von morgen werden. Auch die Nahrungsaufnahme der Mutter in der Schwangerschaft stellt schon die Weiche für die Vorlieben der Kleinen. Und auch während dem Stillen! Essen Frauen beim Milchgeben etwas anderes als in der Schwangerschaft, dann mag es das Kind nicht so gerne und saugt weniger!

Gehe ich mal ins Schwimmbad oder in die Sauna schauen mich die Leute an als wäre ich ein bunter Hund, kurz vorm Verhungern und bekäme nichts zu essen. Bauchmuskeln, Adern … und wenn ich „die Form meines Lebens habe“ und noch so vor Gesundheit strotze, mich großartig fühle und keinerlei körperliche Gebrechen habe, dann wird mir gesagt, dass ich sehr schlecht aussehe – vornehmlich von den Dicken.

NICHT KOHLENHYDRATE – SONDERN DEINE ELTERN MACHEN DICH DICK!

Der gutgemeinte Rat unserer lieben Eltern, doch etwas zu essen und uns “Kindern” ohne Vorbildung im Ernährungssektor zu erklären was die Richtige und was die falsche Nahrung sei, hat einen extremen Einfluss auf unser Essverhalten. Kinder können noch sehr gut autoregulieren und nahezu exakt bestimmen wie viele Kalorien an einem gegebenen Tag benötigt werden! Durch gutgemeinte Erziehungsmaßnamen werden diese Systeme verändert und die Selbstkontrolle der Kinder „überschrieben“.

Die letzten Jahrhunderte ist folgendes passiert:

  • Reduktion von Pathogener Last  (Infektionen, Seuchen…)
  • Erhöhung Hygienestandards
  • Reduktion von Aktivität von Klein und Groß
  • Erhöhung der Kaloriendichte der Nahrung
  • Integration von High Fructose Corn Sirup (HFCS)
  • Entwicklung von Facebook und anderen sozialen Medien
  • Heizung
  • Omega 6 Überschuss

Das führt alles in Allem dazu, dass weniger Energie verbraucht, als aufgenommen wird. Und wir wissen doch, dass du an Körpermasse zunimmst, wenn du mehr isst, als du verbrauchst. Wenn die etwas übergewichtigere Mutti mit ihren erhöhten Insulin-, Blutzucker- und Fettspiegeln schwanger ist, dann geht das an dem Ungeborenen nicht spurlos vorbei. Wirklich nicht!

Dieser Überfluss an anabolen Substanzen und Nährstoffen stimuliert die kindliche Betazell- und Fettzell- Hyperplasie – das heisst, diese Zellen vermehren sich. Diese Zellen dominieren dann den kindlischen Stoffwechsel – andere Zellarten werden weniger stark (positiv) durch dieses anabole Mileau beeinflusst. Diese Kinder produzieren nicht nur mehr Insulin, sondern lagern aufgenommene Nährstoffe auch am liebsten in ihren in Fülle vorhandenen Fettzellen ein.

WAS HEISST ANABOLE SUBSTANZEN?


Anabol steht für „Aufbau“. Wenn du das Wort anabol hörst, läuten ja oft die Alarmglocken und du denkst an unnatürlich groß gewachsene Bodybuilder mit Spritzen im Arm – jedoch bedeutet anabol nur, dass Körpergewebe zunimmt – also aufgebaut wird. Insulin ist ein sehr anaboles Hormon. Pass auf: Du isst etwas, vor allem bei Kohlenhydraten ist das der Fall, dein Blutzuckerspiegel steigt. Deine Bauchspeicheldrüse registriert das, sagt seinen Beta-Zellen Bescheid, und diese schütten Insulin aus. Insulin hat eine ganze Reihe an Funktionen. Für uns in diesem Zusammenhang wichtig: Insulin hemmt die Fettverbrennung und Fettfreisetzung. Insulin erhöht die Aufnahme von ALLEN Nährstoffen in die Zelle – sei es Protein in die Muskelzelle oder FETT IN DIE FETTZELLE. Wenn jetzt viele Nährstoffe da sind, aufgrund eines Überangebots an Nahrung (und hey, Nahrung ist in unserer Science-Fiction-Welt immer und überall verfügbar), dann tut der erhöhte Insulinspiegel sein Übriges: lagert alles was du gegessen hast schön ein. Dann gibts da noch die sogenannte Insulinresistenz … diese besprechen wir aber ausführlich an anderer Stelle und die wird dir in diesem Blog immer mal wieder begegnen.

Aufgrund der immer stärkeren Verwendung vom „Kaiserschnitt“, entgegen der natürlichen „vaginalen Geburt“, kann ein Kind, was ja eigentlich viel zu groß und dick (und krank?) ist, trotzdem geboren werden. Rein evolutionär würde ein solches Kind wahrscheinlich während der Geburt stecken bleiben – und so hart es sich anhört – Mama und Kind würden sterben. Diese „natürliche Selektion“ gibt es heutzutage nicht mehr. Das führt dazu, dass die dicke Mama ein dickes Kind bekommt und das dicke Kind später eine noch dickere Mama wird mit einem noch dickeren Kind.

Und dicke Kinder bewegen sich nicht mehr so gerne – sie fühlen sich dabei unwohl, schämen sich und werden teilweise auch noch von anderen Kindern verspottet. Auch diese „psychologische“ Komponente triggert dieses Problem weiterhin. Und es ist ein dickes Problem!

Liebe Eltern, liebe Mama und lieber Papa … es ist nicht nur für euch wichtig das Richtige zu essen – sondern auch für eure Kinder und vielleicht für die Zukunft des Menschen. Nein, man muss nicht Frühstücken, nein, das Kind verhungert nicht, wenn es mal eine Mahlzeit ausfallen lässt, nein Brot ist kein Grundnahrungsmittel, nein Fleisch ist nicht schlecht, nein ein Kind ist nicht hyperaktiv (der MENSCH ist hyperaktiv und bewegt gerne!!!), nein man muss nicht 3 oder mehr Mahlzeiten am Tag essen, nein Cornflakes sind nicht gesund, nein Fruchtsäfte sind nicht das gleiche wie Obst … nochmal: Kinder können nahezu 100% autoregulieren was sie an Nahrung brauchen. Lass sie einfach machen … die wissen meist besser was gut für sie ist als ihre dicken Eltern.

Eltern haften für ihre dicken Kinder!

QUELLEN:

Mayo Clin Proc. 2015 Jan;90(1):77-92. doi: 10.1016/j.mayocp.2014.08.006. Epub 2014 Nov 17.
The childhood obesity epidemic as a result of nongenetic evolution: the maternal resources hypothesis.
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Development of eating behaviors among children and adolescents.
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Can J Diet Pract Res. 2007; 68(1): s1–s56.
Influences on the Development of Children’s Eating Behaviours: From Infancy to Adolescence
Dr. Leann Birch, Jennifer S. Savage, and Alison Ventura

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The more food young adults are served, the more they overeat.
Levitsky DA1, Youn T.

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